Rückblick 01/12 · Die Anfänge · Februar 2024
Was, wenn Architektur selbst zum Rätsel wird?
Am Anfang stand ein Raum, der sich nicht so verhalten sollte, wie man es erwartet.

TGC-Zeichen aus dem Projektarchiv. Als grafisches Einstiegsmotiv eingesetzt, nicht als Abbildung des Stands von Februar 2024.
Mein Entwicklungstagebuch setzt den Anfang dieser Geschichte auf den 8. Februar 2024: die Idee, ein eigenes Spiel zu entwickeln. Ich arbeite seit vielen Jahren mit Bildern und Räumen für Kundenprojekte. Jetzt wollte ich diese Erfahrung in eine eigene Welt übertragen, die man selbst erkunden kann.
In den dort festgehaltenen ersten Überlegungen ging es zunächst sogar um ein VR-Spiel. Räumliche Illusionen, Architektur, Grafik und Klang sollten zusammenwirken. Monument Valley war ein früher Bezugspunkt; die Beschäftigung mit unmöglicher Geometrie führte auch zu M. C. Escher. Die Perspektive und die konkrete Form des Spiels entwickelten sich erst im weiteren Verlauf.
Daraus entwickelte sich die Frage, die das Projekt bis heute trägt: Was passiert mit einem Raum, wenn eine Wand plötzlich als Boden funktioniert? Dieselbe Architektur bekommt neue Wege, neue Zusammenhänge und neue Schwierigkeiten.
Die frühen Unterlagen enthalten viele Ansätze, die später verändert oder verworfen wurden. Sie zeigen aber bereits die Richtung: Ein Spiel, in dem Beobachten, Bewegung und räumliches Verständnis zusammengehören. Bevor daraus ein spielbarer Prototyp werden konnte, musste ich diese offene Idee zunächst in ein konkretes Konzept übersetzen.